Monatsarchiv für April 2018

Was hilft gegen Pollenallergie? Tipps und Hilfe, ohne Medikamente

Hilfe bei Pollenallergie für Allergiker

 

Pollenbelastung löst fast das ganze Jahr hindurch Allergien aus. Heuschnupfen- und Pollenallergiker sind in unterschiedlicher Intensität von Symptomen durch Blühendes betroffen. Asthmatiker sind durch die Doppelbelastung besonders beeinträchtigt. Die Beschwerden können so stark sein, dass der Betroffene kaum aktiv sein kann. Doch es gibt Tipps, Vermeidungsstrategien und Natürliches, das gegen Pollenallergie hilft und zumindest Linderung verschafft.

Pollenallergie Anzeichen und Symptome
Außer den klassischen Symptomen wie Niesen, Nase laufen und juckende Augen, gibt es noch eine Reihe Beschwerden, die einschränken. Verbreitet ist Husten bei Pollenallergie, Kopfschmerzen und bei schweren Fällen tritt Fieber, Schüttelfrost  und Asthma ein. Auch über Hautausschlag als Begleitsymptomatik wird berichtet. Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und Schwäche sind gängig und schränken die Leistungsfähigkeit erheblich ein.

Saison fast das ganze Jahr über
Bereits im Januar beginnt vielerorts die Pollensaison und zieht sich über den März bis in den Dezember hin. Besonders wenn im Frühling und Frühsommer Gräser blühen, äußert sich die Allergie vielfältig und Allergiker sind auf Hilfe und Vermeidungsstrategien angewiesen.

Hilfe bei Pollenallergie
Wer möglichst auf Medikamente verzichten möchte oder sie nicht verträgt, kann bei Anzeichen von Heuschnupfen und Pollen Allergie auf natürliche Hilfsmittel zurückgreifen. Sinnvoll ist die Abklärung auf welche Pollen Sie speziell reagieren, um eine Hauptbelastung zu umgehen und notwendige Maßnahmen zu ergreifen, wenn Ihre Hauptallergen blüht.

Was kann man gegen Heuschnupfen und Pollenallergie machen?
Wenn die Pollenbelastung extrem ist und die Pflanzen blühen, auf die starke Reaktionen eintreten, ist der Aufenthalt im Innenraum ratsam. Ein Luftreiniger mit HEPA Filter kann den Wohnraum in eine Oase verwandeln. Die verhältnismässig großen Pollen werden durch Partikelfilter zuverlässig aus der Raumluft gefiltert. Durch den Aufenthalt in reiner Luft bauen sich die Symptome ab und der Körper beruhigt sich. Sinnvoll ist es den Luftreiniger, Pollen Tag und Nacht filtern zu lassen. Dadurch ist auch besserer Schlaf garantiert.

Wann rausgehen und lüften?
In ländlichen Regionen ist die Pollenbelastung morgens am stärksten. In der Stadt eher abends. Lüften bei Pollenallergie sollte auf die Tageszeiten beschränkt werden, an denen der Pollenflug gering ist. Beschränken Sie sich auf Stoßlüften, dann ist der Eintrag, laut Wissenschaftler der TU München, wesentlich geringer als bei der Fenster auf Kipp Lüftungsmethode.

Vermeidungsstrategien helfen Symptome zu minimieren
Aktueller Pollenflug ist im Internet und über spezielle Apps bequem und präzise für die jeweilige Region einsehbar. Lüften Sie nur, wenn man sicher sein kann, dass persönliche Hauptauslöser nicht fliegen. Der Aufwand, eingetragene Pollen aus dem Wohnraum zu bekommen, ist beträchtlich. Verwenden Sie als Allergiker und Asthmatiker einen Staubsauger mit HEPA Filter. Ein solcher Partikelfilter trägt dazu bei, dass die Pollen nicht mit der Abluft ins Zimmer gepustet werden.

Beim Rausgehen bietet eine Pollen Maske Schutz. Sie filtert Feinstaub und Blütenstaub zuverlässig. Wählen Sie ein Modell mit Ventil, wenn Sie aktiv sein möchten.

Urlaub und Ausflüge anpassen
Koordinieren Sie Ihre Urlaubszeit mit der Pollensaison in der Ihre hauptursächlichen Allergene fliegen. Am Meer und im Hochgebirge ist es erholsam für Pollenallergiker und das Immunsystem bekommt Ruhe. Legen Sie den Urlaub so, dass Sie der Hauptbelastung entkommen.

Für die Planung eines Ausflugs lohnt der Blick auf die Pollenvorhersage. Fahren Sie dort hin, wo die geringste Pollenbelastung herrscht. Im eigenen Auto lässt sich die Luft optimieren, was in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht der Fall ist. Was hilft gegen Pollenallergie unterwegs, ist ein Pollenfilter und einen Luftreiniger fürs Auto. Beides ist sinnvoll für jeden der Heuschnupfen, Asthma und Allergien auf Blühendes hat. Vor Saisonbeginn sollten die Filter gewechselt werden, um die höchste Filtereffizienz zu erhalten.

Tipps und was hilft gegen Pollenallergie
Kleidung, die draussen getragen wurde, sollte sofort gewechselt werden, wenn Sie nach Hause kommen. War die Pollenbelastung stark, ist zusätzliches Haare waschen und Duschen sinnvoll. Durch dieses Procedere tragen Sie dazu bei, dass der Wohnraum möglichst frei von Pollen bleibt.

Nasenspülung ist eine natürliche Methode um Allergiesymptome zu lindern. Leicht und überall durchführbar, verschafft Nase spülen Wohltat und schwemmt eingeatmete Pollen aus. Selbst Pollenallergie bei Kindern lässt sich damit lindern. Für unterwegs gibt es mineralisches Nasenspray, das durch reine Mineralsalze beruhigend wirkt.

Ein ausgewogener Vitamin- und Mineralstoffstatus ist wichtig für den durch Allergien gestressten Körper. Wählen Sie neben gesunder, abwechslungsreicher Ernährung Nahrungsergänzungsmittel ohne Zusatzstoffe. Vermeiden Sie beim Essen Kreuzallergene, sie verstärken die Auswirkungen mancher Pollen. Hierzu gleichen Sie ihre Allergien mit einer Liste zu Kreuzallergien ab und streichen sie aus ihrem Ernährungsplan während der Blütezeit.

Haustiere und Pollenallergie
Wenn Sie einen Hund oder Katze haben, die nach draussen gehen, reiben Sie deren Fell mit einem leicht feuchten Microfasertuch ab, um den Pelz von Pollenbelastung zu befreien. Das hilft Ihnen und auch dem Tier, denn nicht selten haben auch Katzen und Hunde Pollenallergie.

Disclaimer
Sprechen Sie bei schwerer Pollenallergie und Asthma jede Art von Therapie mit Ihrem Arzt oder Allergologen ab. Tipps und Ratschläge sind grundsätzlich keine Aufforderung zur Eigenbehandlung.

Autor: Kathrin Klein für PureNature, 23.04.2018

Plastik vermeiden – so gelingt der Verzicht im Alltag

 

Im Alltag auf Plastik zu verzichten ist gar nicht immer so einfach
Kunststoff ist inzwischen aufgrund seiner vielseitigen Verwendbarkeit ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Mal genauer hingeschaut lauert Plastik selbst für Umweltbewusste an allen Ecken: Beim Einkaufen fängt es mit Plastiktüten an, im Schnellimbiss gibts Strohhalme und Plastikverpackungen, in der Küche stehen Dosen aus Plastik, im Bad lagert unser Shampoo in Plastikflaschen und unsere Kinder spielen ebenfalls viel zu oft mit dem Kunststoff und tragen Regenjacken aus Plastik.

 

Plastik in der freien Natur
Und das ist auch eigentlich kein Wunder. Plastik ist robust und vielseitig einsetzbar. Doch genau diese robuste Eigenschaft ist es, die den Kunststoff so gefährlich macht. Tatsächlich ist Plastik inzwischen eine ernste Bedrohung für unseren Planeten und dessen Bewohner.

Während Plastikgegenstände sehr langwierig sind, landen sie früher oder später doch auf dem Müll. Und dieser zersetzt sich unendlich langsam. Die oben erwähnte Shampoo Flasche braucht zum Beispiel um die 450 Jahre, um sich unter UV Licht zu zersetzen. Wenn man nun überlegt, wie viele Shampoo Flaschen man in seinem Leben bereits gekauft hat und wie lange diese Hinterlassenschaften unsere Nachkommen beschäftigen werden, fragt man sich doch, ob das wirklich nötig ist. Die der Nachbarn, der Familie, der Freunde und allen anderen Menschen, die Shampoo benutzen, kommen noch hinzu. Und andere Gegenstände in oder aus Plastik…

Zwar ist das Recycling von Plastik eine Möglichkeit, jedoch wird lange nicht jeder Plastikgegenstand auch vollständig wiederverwertet. Laut der Plastikmüll Statistik 2016 wurden nur 42% des Plastikmülls in Deutschland recycelt. Der Rest wird auf einer Deponie verbrannt oder landet in der Natur. Und bei den Massen, die jeder Deutsche pro Jahr (durchschnittlich etwa 611 kg!) an Plastik verbraucht, ist das eine Menge.

 

Plastik im Meer
Kunststoff zersetzt sich im Meerwasser geringfügig schneller als unter UV Licht.

Gerade im Meer ist Plastikmüll jedoch hoch problematisch, da es von den Meeresbewohnern oft für Nahrung gehalten wird. Ob der Kunststoff im Magen eines Fisches oder Vogels oder um ihren Hals endet: Jährlich finden rund 1.000.000 Seevögel und 100.000 Meeressäuger ihren Tod durch Plastikmüll im Ozean.

Damit nicht genug. Die Herstellung von Kunststoff erfordert Erdöl und reizt somit die sowieso schon knapp werdenden Ressourcen unserer Erde aus. Von den gesundheitlichen Schäden, die Plastik auf uns Menschen haben kann, ganz zu schweigen.

Besonders tragisch und auch ärgerlich daran ist, dass der größte Anteil des Plastikmülls Wegwerfartikel wie Verpackungen oder Tüten sind. Eine Plastiktüte wird im Schnitt etwa 25 Minuten lang gebraucht und landet dann im Abfall.

 

Umdenken kann so einfach sein und bringt viele Vorteile
Doch es geht auch anders, und das ohne besonders hohen Aufwand jedes Einzelnen. Inzwischen sind die meisten sich glücklicherweise darüber im Klaren, dass Plastik nicht unbedingt die beste (und einzige!) Lösung ist. Das Material kann von Nutzen sein. Als Herzschrittmacher oder Prothese zum Beispiel. Für den täglichen Einkauf und als Wegwerfprodukt gibt es jedoch bessere Alternativen als Plastik. Dies schont nicht nur die Umwelt, es schont oft auch die eigene Gesundheit und den Geldbeutel.

Sicher, von heute auf morgen vollständig auf Plastik zu verzichten, ist schwierig und nicht immer sinnvoll. Doch das verlangt ja auch niemand. Jeder kleine Schritt und jedes erweckte Bewusstsein zählt.

Hier kommen daher einige Tipps und Tricks aus der plastikfreiheit Redaktion. Denn wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, nicht rein über die Gefahren von Plastik aufzuklären, sondern vor Allem sinnvolle und praktisch anwendbare Alternativen zu finden, mit denen das alltägliche Leben in kleinen Schritten plastikfreier gestaltet werden kann.

1. Die Vorteile von Holz, Edelstahl und Glas kennen schätzen lernen 
Was Plastik der Umwelt antut, ist weitgehend bekannt. Weniger bewusst ist den meisten von uns jedoch, dass Plastik auch eine Reihe von gesundheitlichen Schäden für uns Menschen bereit hält. Ganz besonders, wenn wir unsere Nahrung in Plastikbehältern lagern. In Kunststoffboxen lauert beispielsweise Bisphenol A, ein Weichmacher der als nervenschädigend, hormonverändernd und krebserregend gilt.

Eine weit bessere Lösung für die Aufbewahrung ist hier Glas, Edelstahl oder in manchen Fällen Holz. Glas ist recyclebar, chemisch reagiert es nicht und so kann unser Essen in Glas geruchs- und geschmacksneutral aufbewahrt werden. Auch die Wärme wird von Glas besser abgeleitet, als von Kunststoff, was die Lebensmittel länger frisch hält.

Rostfreier Edelstahl hingegen ist im Gegensatz zu Plastik länger haltbar und enthält, wie Glas, ebenfalls keine Schadstoffe. Im Gegensatz zu Glas ist Edelstahl auch noch leichter.

Auch Holz eignet sich zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Ganz besonders Brot bleibt in einem Brotkasten aus Holz (und in ein zusätzliches Tuch eingewickelt) viel länger knusprig als in einer luftdichten Plastikdose.

 

2. Wohl bekannt und doch immer wieder vergessen: Einen Stoffbeutel in der Tasche
Einen Jute- oder Baumwollbeutel sollte man immer dabei haben. Dieser ist leicht und lässt sich leicht in Rucksack oder Laptoptasche verstauen. Oft merkt man erst an der Supermarktkasse, dass der Einkauf doch größer geworden ist, als man gedacht hat und schon steht man vor dem Problem, die Einkäufe nach Hause transportieren zu müssen. Viele greifen dann trotz besseren Wissens doch wieder zur Plastiktüte. Einen eigenen Beutel dabei zu haben, erspart die Plastiktüte, trägt sich besser und sieht schöner aus. Bei jährlich 6 Milliarden verbrauchten Plastiktüten in Deutschland ist dies eine Stelle, an der jeder sofort und ganz einfach Plastikmüll einsparen kann. Also, am besten jetzt sofort einpacken oder ins Auto legen.

 

3. Eine Trinkflasche und ein Wasserfilter

In Deutschland haben wir den Luxus, dass Leitungswasser trinkbar ist. Das schmeckt Dir nicht? Investiere doch einfach in einen Wasserfilter und eine wiederverwertbare Trinkflasche aus Edelstahl, Aluminium oder Glas. Dies spart Geld, Plastikmüll und die nervige Schlepperei von Wasserflaschen aus dem Supermarkt nach Hause. Einen Versuch ist es wert.

 

4. Plastik in der Küche
Gerade kleine Küchenhelfer wie Pfannenwender, Backzubehör, Messbecher, Brettchen, Messer und viele weitere Gegenstände sind aus Kunststoff hergestellt. Sie sind günstig in der Anschaffung, schnell mal an der Kasse mitgenommen aber halten bei weitem nicht so lange wie qualitative Küchenhelfer aus Edelstahl oder Borosilikatglas.

Hier lohnt es sich stattdessen auf hochwertige langlebige Küchenhelfer zu setzen. Man kann sie viel länger gebrauchen, sie sind neutral zu Lebensmitteln und verursachen keinen Plastikmüll, falls sie dennoch mal zu Bruch gehen.

Es gibt inzwischen auch eine ganze Reihe hochwertige Aufbewahrungsvarianten aus unterschiedlichen Materialien, die ganz ohne Kunststoffe auskommen. Anregungen dazu findest Du hier.

 

5. Coffee-To-Go geht auch umweltfreundlich
Braucht man wirklich jedes Mal einen neuen Becher? Warum nicht einfach den eigenen Lieblingsbecher mitnehmen und den Kaffee direkt da hinein gießen lassen?

Aus dem persönlichen Lieblingsbecher schmeckt der Kaffee doch sowieso besser und das Gewissen kann sich auch beruhigt zurücklehnen. Inzwischen gibt es schicke wiederverwendbare To-Go Varianten für Unterwegs, die sich verschließen lassen und einige Coffee-Shops und Bäckereien bieten sogar Rabatt an (10-30Cent), wenn man seinen eigenen Becher mitbringt. Alternative gute Materialen sind hier Bambus und Edelstahl.

 

6. Strohhalme, Eiswürfel & Partygeschirr
Wer zu Hause eine Party oder einen Kindergeburtstag ausrichtet, kann auch dies weitestgehend ohne auf Kunststoffprodukte zurückzugreifen. Strohhalme gibt es auch aus bruchsicherem Glas oder Edelstahl. Eiswürfel ebenfalls. Funktioniert genauso gut wie die Plastikvarianten, lassen sich aber immer wieder verwenden. Und das Geschirr das nur einmal verwendet wird, gibt es auch aus 100% Recycelten Materialen, sogar kompostierbar.

 

Neugierig geworden?
Dies waren nur einige Tipps, wie man im Alltag ganz einfach weniger Plastikmüll erzeugen kann und warum dies so wichtig ist. Bist Du jetzt neugierig geworden und möchtest Dich weiter in das Thema einlesen?

Dann schau doch einfach einmal auf Plastikfreiheit.de vorbei und stöbere nach weiteren Tricks und Kniffen, wie Du Plastik einsparen und die Umwelt und Dich selbst schonen kannst.

plastikfreie & liebe Grüße,

Leonie & Jasmin

Autor: Gastartikel von Leonie von Hartmann und Jasmin Schriefer von plastikfreiheit.de