Samenbomben, ein Spass der Blumen blühen lässt


Guerilla Gardening – Mit Samenbomben und Pflanzen gegen Tristesse aktiv werden

Zuerst waren es „Öko‘s“, die sich brach liegender Flächen und Abrissgrundstücken in Städten annahmen und dort mittels Samenbomben Blumen wachsen ließen. Die Samenbomben bestehen aus Erde, Ton und Samen. In Zwischenzeit ist der Trend des „Guerilla Gardening“ in der Gesellschaft angekommen, um sich gegen die Tristesse in Städten einzusetzen und unerwartet Blumen wachsen zu lassen. Es sind nicht mehr nur die „grün“ Angehauchten, die Blumensamen oder kleine Pflänzchen bei Nacht und Nebel auf freien Flächen an Straßenkreuzungen, auf brach liegenden Industrieflächen, in trostlosen leeren Betonkübeln oder auf Abrissgeländen einbringen. Wer im Internet nach „Guerilla Gardening“ stöbert, wird staunen. „Garten Piraten“ sind Menschen aller Altersgruppen und Gesellschaftsschichten, die Samenbomben werfen, Pflänzchen stecken und mit Spannung darauf warten wie sich eine blühende Pracht auf einem vernachlässigten Stück Land entwickelt und Staunen bei Mitmenschen hervorruft.

Stadt Guerillas unterwegs

Berliner kennen den Trend, dort gibt es in etlichen Strassen sogar schon Samenbomben-Automaten. Eine Berliner Studentin hat das Thema Guerilla Gardening  für ihre Masterarbeit ausgesucht und interessante Aspekte herausgearbeitet. Wer durch Berlin streift, wird an so mancher Ecke schmunzeln, wenn er die Erfolge der Gardening Piraten erblickt.

Guerilla Gardening, Trend aus den Siebzigern

Manche ziehen nachts los, um gezielt brach liegenden Flächen mit Samenbomben Schönheit einzuhauchen. Klar, es gehen nicht alle Samen in Samenbomben auf, aber in einer einzelnen stecken so viele Samen, dass immer ein kleines Wunder geschieht. Plötzlich wachsen an einer trostlosen Ecke hübsche Blumen und bei den Passanten zaubern sie ein verwundertes Lächeln ins Gesicht. Passionierte Stadt-Guerillas, die sich der Sache schon länger verschrieben haben, nutzen eigene Rezepturen, um Samenbomben herzustellen. Ganz einfach ist das nicht, denn wenn das Mischungsverhältnis zwischen Ton, Erde, Kompost und Samen nicht stimmt, zerbröseln die Samenbomben beim Werfen und der Erfolg ist gering. Einfacher ist es auf einsatzbereite Samenbomben zurückzugreifen. Sie garantieren schnellen Erfolg und die darin enthaltenen Blumensamen sind anspruchslos, so dass sie eigentlich überall gedeihen. Wer umweltbewusst ist nimmt Bio-Samenbomben in den Samen aus biologischem Anbau stecken.

Einfach loslegen und schon blüht es

Man muss eigentlich keine Kenntnisse haben, um Guerilla Gardening betreiben zu können. Wichtig ist dass man Samenbomben nicht in einer Dürrephase zum Einsatz bringt, sondern möglichst, wenn es regnet oder wenn Regen oder ein Gewitter im Anzug sind. Das bringt die größte Erfolgsaussicht dass dort, wo die Samenbombe einschlägt, tatsächlich Blumen blühen.

Noch ein Tipp:

Richtige Gardening Guerillas haben immer ein paar Samenbomben in der Jackentasche, Handtasche, im Rucksack oder im Aktenkoffer – jederzeit einsatzbereit. Los geht‘s, ganz nach der Parole der Gardening Guerilla’s:

„Nutze jeden Spalt im Asphalt“

für eine buntere, lebenswertere Stadt die bunte Blüten treibt.

Autor: Patty Paris, PureNature, 13. Mai 2012


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